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TIEFER SÜDEN - ST.JOHN`S
Tief, tief im Süden liegen die St.John´s Riffe. Diese Riffgruppe bietet atemberaubende Steilwände, bewachsen mit großen Fächerkorallen, schwarzen Korallen und Weichkorallen in allen möglichen Farben. Auch der Fischreichtum ist groß, und hier kann man den sonst seltenen Büffelkopfpapageifisch treffen. Ein Blick ins Blauwasser kann höchst lohnenswert sein: Großfische wie Haie, Barrakudas, oder auch Schwärme von Makrelen und Thunfischen sind hier nicht selten. Mit Glück kann man auch auf Mantas und große Delfine stoßen.
BROTHER ISLANDS
Die Brother Islands gehören zweifelsohne zu den weltbesten Tauchplätzen. Steil aus großer Tiefe emporragend liegen 2 kleine Inseln, der Big Brother und der Little Brother, einsam auf offener See, etwa 140km von der Küste entfernt. Der little Brother weist eine überraschende Fülle von Lebewesen auf, Steilwände der Superlative erwarten den Taucher: rießige Gorgonien, üppige Weichkorallen sowie unzählige Steinkorallen bieten eine atemberaubende Formenfülle und Farbenpracht. Natürlich fehlt es hier nicht an Haien, z.B. Hammerhaien, Fuchshaie, Grauhaie, Silberspitzen-und Weißspitzenhaie sind hier schon ziemlich wahrscheinlich. Etwas einen Kilometer vom little Brother liegt der "große Bruder". An seiner Westseite, etwa in der Mitte der Insel, befindet sich der Leuchtturm. Bei wenig Wind ist es möglich, an der Nordseite in 10 bis 80 m tief liegende Wrack "Numidia" zu betauchen. Das 150m lange Dampffrachtschiff, welches Eisenbahnräder und Achsen geladen hatte, ist vor fast 100 Jahren gesunken und ist somit überaus reichhaltig mit Hart und Weichkorallen bewachsen. Die Brother Islands sind aufgrund der teilweise starken Strömung und eventuell hohen Wellengangs nicht einfach zu betauchen, 50 geloggte Tauchgänge sowie ein AOWD Brevet werden vorgeschrieben!
NORDTOUR - WRACKTOUR
Die Thistlegorm ist wohl das berühmteste Wrack im Roten Meer. Das englische Schiff war auf dem Weg nach Ägypten, um das englische Afrika-Korps mit Nachschub zu versorgen, als sie am 6.10.1941 von einem deutschen Bomber angegriffen wurde und sank. Das Wrack liegt in 30m Tiefe aufrecht auf dem Meeresgrund. Besonders interessant ist die Ladung: Panzer, LKW, Waffen, Motorräder, Eisenbahnwaggons sowie eine Lok.
Das Riff Abu Nuhas ist berühmt für seine Wracks. An diesem Riff sind 4 Schiffe gesunken, die heute ein Anziehungspunkt für Taucher aus aller Welt sind. Zum Beispiel der griechische Frachter Giannis D., der am 19.3.1983 auf das Riff lief und innerhalb kürzester Zeit sank. Das Wrack liegt in max.27m Tiefe und ist üppig mit Stein und Hartkorallen bewachsen. In der Mitte ist das Wrack völlig auseinandergebrochen, aber der vorderer Bugteil ist sehr gut erhalten und kann auch leicht betaucht werden. Die 45° schräge Lage des Bugteiles wirkt manchmal irritierend, und der Taucher muss sich bewußt machen, dass nicht er, sondern das Schiff schräg liegt.
Das Dampfsegelschiff Dunraven transportierte Hölzer und Gewürze von Bombay nach Newcastle, als es im März 1876 am Südende von Shaab Machmud auf die Riffkante lief und sank. Der Rumpf ist in 2 Teile zerbrochen und liegt mit dem Kiel nach oben. Der tiefste Punkt, das Heck, liegt in 28, Tiefe. Hier kann man die mit Weichkorallen überwucherte Schraube sowie das Ruder bewundern. Innerhalb des Wracks trifft man auf tausende von Glasfischen.
Der Nationalpark Ras Mohammed bietet traumhafte Tauchplätze. Zum Beispiel das Jolanda Reef und das Shark Reef. Die beiden Riffe stehen auf einem Plateau, dessen Kante auf mehr als 200m Tiefe abfallen. Das Riff ist schön mit Korallen bewachsen und man trifft auf große Fischschwärme. Wenn man Glück hat, kann man beim Early Morning dive auf Haie stoßen. Am Jolanda Reef kann man die Ladung des Frachters "Jolanda" bewundern: eine große Anzahl an Toiletten!